Transportauftrag

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Die Transaktion SE10 Transportorganizer verwaltet die Transportaufträge des Systems.

Transaktion SE10 (Transport Organizer)

Transportorganizer Einstieg

Selektion nach

  • Benutzer (Standardmäßig der eigene Benutzername)
  • Auftragstyp (Meist "Customizing-Aufträge" und "Workbench-Aufträge")
  • Auftragsstatus ("Änderbar" und "Freigegeben")

Die Transporte werden aufgerufen durch den Button SE10 5.jpg oder F7.

SE10 1.jpg

Liste Transporte im Transportorganizer

  • Im Mandanten 125 (Kurzbezeichnung "Customizing") gibt es hier Workbenchaufträge.
  • Das Zielsystem ist /TP_ECC/ (Kurzbezeichnung "Transportgroup ECC 6.0 Systems").
  • Hier gibt es die zwei Transportaufträge E01K988949 und E01K988945, die der Benutzer E310MUE006 angelegt hat.
  • Zum Transport E01K988945 gibt es eine Transportaufgabe E01K988946 vom Benutzer X310EBE001.
  • In der Transportaufgabe gibt es u. a. Funktionsbausteine, Reporte, Tabellen, Funktionsgruppen und Transaktionen.
  • Es gibt z. B. die Funktionsbausteine /XXX/SD_GET_DATA_TRANSPORT und /XXX/SD_SPLIT_LFRGN_JE_WE

SE10 2.jpg

Eigenschaften eines Transportauftrages

SE10 4.jpg

Sprung zum Entwicklungsobjekt

Ein Doppelklick auf den Funktionsbausteinnamen /XXX/SD_GET_DATA_TRANSPORT ruft den Funktionsbaustein in der Transaktion SE37 (Function Builder) auf.

SE10 3.jpg

Entwicklungsobjekte zum Transportauftrag hinzufügen

Es lassen sich sowohl zur Transportaufgabe, als auch zum Transportauftrag manuell Objekte hinzufügen. Gewöhnlich erscheint eine Dialogbox bei einer Änderung oder Neuanlage eines Entwicklungsobjektes, wo man dem Entwicklungsobjekt einen Transportauftrag zuweist. Manche Objekte, wie z. B. SAPscript-Formulare (Transaktion SE71) oder SAPscript-Textbausteine (Transaktion SO10) sind so programmiert, dass keine Dialogbox zum Hinzufügen zu einem Transportauftrag erscheint. Hier können die Objekte im Transportorganizer hinzugefügt werden durch die Angabe ihres eindeutigen Keys.

  • PGMID
  • OBJECT
  • OBJ_NAME

Standardtransportauftrag festlegen

Gerade in einem Testsystem hat man manchmal lediglich einen Workbench- oder Customizing-Transportauftrag, in den man immer wieder hineinspeichert. Da nervt es etwas, wenn man bei jedem neuen Entwicklungsobjekt, immer wieder auf jeweils den gleichen Transportauftrag verweisen muss.

Man kann jedoch einen Trnsportauftrag als Standard erklären.

Standardtransportauftrag1.jpg


Man klickt nun auf den gewünschten Transportauftrag und wählt im Kontextmenü "Standardauftrag setzen".

Standardtransportauftrag2.jpg


Die Farbe des Transportauftrags ändert sich auf weiß.

Standardtransportauftrag3.jpg


Bei einem neuen Entwicklungsobjekt wird dieser Transportauftrag nun gleich zum Speichern vorgeschlagen.

Transportaufgabe freigeben

  • Entwicklungsobjekte, die bei der Aktivierung einem Transportauftrag hinzugefügt werden, werden einer Transportaufgabe zugeordnet. Hier stehen die Entwicklungsobjekte in der Tabelle E071 auch zunächst nur auf der Ebene der Transportaufgabe.
  • Erst bei der Freigabe einer Transportaufgabe werden deren Objekte in der Tabelle E071 auch dem Transportauftrag zugeordnet.

Transporte von Kopien

Der Test der Entwicklunge findet sehr häufig im Qualitätssystem statt. Daher müssen die Customizing-/Workbench-Entwicklungen ins Qualitätssystem transportiert werden.

Sehr empfehlenswert ist es häufig die Auftragsart "Transporte von Kopien" zu nutzen.

Vorteil

  • Die Nutzung dieser Transportauftragsart minimiert massiv die Anzahl der Workbench- und Customizing-Transporte, die ins Produktivsystem transportiert werden müssen.
  • Es wird zunächst nicht der Customizing-/Workbenchauftrag ins Qualitätssystem transportiert, sondern nur die Entwicklungen, die aktuell geändert wurden. Diese Entwicklungsobjekte wurden in der Transportaufgabe zum Customizing-/Workbenchauftrag erfasst und diese Transportaufgabe dann freigebeben und anschließend in den Transportauftrag "Transporte von Kopien" aufgenommen.
  • Die Transporte von Kopien laufen explizit nicht in die Transportqueue vom Produktivsystem.
  • Erst wenn der eigentliche Transport zum Produktivsystem ansteht, wird der Customizing

/Workbenchauftrag freigegeben und ins Qualitätssystem transportiert. Nun braucht man auch bei umfangreichen längeren Entwicklungen nur einen Transportauftrag ins Produktiv transportieren und es besteht keine Gefahr von Überholern und alle Entwicklungen sind übersichtlich in einem Transportauftrag zu sehen.

Vorgehensweise

Entwicklung im Entwicklungsystem

  1. Anlage eines Customizing-/Workbenchauftrag
  2. Anlage eines Transports in der Transaktion SE10 mit der Auftragsart "Transporte von Kopien"
  3. Start der Entwicklung und Aufnahme der Entwicklungsobjekte in den Customizing-/Workbenchauftrag

Test Entwicklung im Qualitätssystem

  1. Freigabe der Transportaufgabe vom Customizing-/Workbenchauftrag
  2. Aufnahme der Objekte von der Transportaufgabe vom Customizing-/Workbenchauftrag in den Transport "Transporte von Kopien"
  3. Freigabe des Transportauftrags "Transporte von Kopien"
  4. Transport des Transportauftrags "Transporte von Kopien" per STMS in das Qualitätssystem
  5. Test der Entwicklung im Qualitätssystem

Weitere Entwicklungen im Entwicklungssystem In aller Regel werden nun weitere Entwicklungen im Entwicklungssystem nötig sein.

  1. Anlage eines neuen Transportauftrags "Transporte von Kopien"
  2. Weitere Entwicklungen werden in neue Transportaufgabe vom Transportauftrag Customizing-/Workbenchauftrag gespeichert

Produktivtransport

  1. Schriftliche Freigabe vom Fachbereich für Produktivtransport
  2. Freigabe des Customizing-/Workbench-Transportrags in SE10
  3. Transport ins Qualitätssystem mit STMS
  4. Mitteilung an User mit Produktivtransportberechtigung für Transport des Customizing-/Workbench-Transportrags per Mail
  5. Transport des Customizing-/Workbench-Transportrags ins Produktiv mit STMS
  6. Kontrolle im Transportprotokoll, ob Transport fehlerfrei ins Produktiv transport werden konnte, ggf. Nachtransport

Transaktion STMS (Transport Management System)

Fehlerhafte Transporte analysieren und korrigieren

Es kommt regelmäßig vor, dass ein Transport nicht ins Zielsystem transport werden kann, weil z. B. ein abhängiges Objekt nicht im Transportauftrag und nicht im Zielsystem vorhanden ist. In diesem Fall bekommt man den Returncode 8 und der Fehler ist zu korrigieren. Hier ist der Transportauftrag E01K989403 auf einen Fehler gelaufen.

SE10 6.jpg

Bei einem fehlerhaften Transport setzt man den Cursor auf den Transportauftrag und drückt in der Symbolleiste auf SE10 7.jpg.

Die Transportprotokollübersicht erscheint und rot ist die Zeile (bzw. mehrere) markiert, die auf einen Fehler gelaufen sind. Dies resultiert zum Returncode 8. Die zu transportierenden Objekte sind nicht alle vollständig im Zielsystem angekommen. Man klickt auf der betreffenden Zeile wieder auf SE10 7.jpg.

SE10 8.jpg

Hier muss auf das Symbol SE10 10.jpg geklickt werden.

SE10 9.jpg.

Nun erscheint eine Erklärung. In diesem Fall wurde das Top-Include zum Report "/XXX/SD_SHIPMENT_ADVICE_TOP" in einem anderen Transportauftrag gespeichert. Das führte dann zum Syntaxfehler im Zielsystem im Report.

SE10 11.jpg

Es wird nun in diesem Fall das fehlende Objekte in einen neuen Transportauftrag gespeichert und der alte Transportauftrag kann erneut - nun fehlerfrei - importiert werden. Alternativ kann im neuen Transportauftrag der alte Transportauftrag aufgenommen werden und der alte Transportauftrag gelöscht werden.

Transaktion SE01 (Transport Organizer erweiterte Sicht)

  • Über die Transaktion SE01 lassen sich einzelne Transportaufträge aufrufen und nach Objekten suchen über alle Transportaufträge.

Transaktion SE03 (Transport Organizer Tools)

SAP-Tabellen Transportaufträge

Web-Links

Literatur