Masterseite, Inhaltsbereich, (Inhalts-)Seite und Paginierung

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Grundlagen Masterseite

In einer oder mehr "Masterseiten" definiert der Adobe LiveCycle Designer die grundlegende Struktur der Formularseite(n). Auf der Masterseite stehen Kopfinformationen der Seite (z. B. Logo, Seitenangaben, Fußzeilen), die auf jeder neuen Ausgabeseite sich wiederholen und die Größe und Lage des Inhaltsbereichs, wo v. a. auch dynamische Inhalte des Formulars platziert werden.

Der Bereich für dynamische Inhalte wurde bei SAPscript und SmartForms MAIN genannt. Beim Adobe LiveCycle Designer "Inhaltsbereich".

Masterseiten1.JPG

Aufgeklappte Masterseite "Seite1"

Masterseiten2.JPG

Der Inhaltsbereich wird auf jeder Masterseite automatisch angelegt und durch ein spezielles Symbol Masterseiten4.JPG gekennzeichnet. Hier heißt dieser Inhaltsbereich C1.

Neue "Masterseite" anlegen

Eine neue Masterseite lässt sich anlegen indem der Cursor auf Masterseiten6.JPG gestellt wird und dort mit der rechter Maustaste "Neue Masterseite" gewählt wird. Hier wurden die Masterseiten "Seiten1", "Seiten2" und "Seiten3" angelegt.

Masterseiten7.JPG

Neue "(Inhalts-)Seite" anlegen

Um Inhalte im Inhaltsbereich auszugeben, wird eine neue (Inhalts-)Seite angelegt durch rechte Maustaste auf den obersten Knoten Masterseiten8.JPG und Wahl des Eintrags "Neue Seite". Sie heißt hier nach dem Einfügen "SEITE1". Sie muss nicht gleichnamig zur Masterseite sein, aber erleichtert die Zuordnung, wenn nur eine Inhaltsseite dem Inhaltsbereich einer Masterseite zugewiesen wird.

Masterseiten9.JPG

Seite Inhaltsbereich zuweisen / Reiter Paginierung

Zur Inhaltsseite SEITE1 wird nun festgelegt welchen Inhaltsbereich (Main-Bereich) die Seite darstellen soll.

Masterseiten3.JPG

Diese Zuordnung erfolgt in der Palette "Objekt" und hier auf dem Reiter "Paginierung". Hier wird nun der Inhaltsbereich "C1" zugewiesen bei "Platzieren". Dadurch wird automatisch die Headerstruktur der Masterseite "Seite1" gezogen. Die anderen Angaben können meist auf den Defaultwerten bleiben.

Sehr wichtig ist auch der Eintrag in "Überlauf". Hier sagt man der Seite, auf welcher Masterseite/in welchem Inhaltsbereich die Seite fortgesetzt werden soll, wenn die Ausgabeseite überschritten werden muss. In diesem Fall bei "Ohne" geht man davon aus, dass es keinen Überlauf geben kann, bzw. die Überlaufsteuerung durch übergeordnete Teilformulare oder die Inhaltsseite erfolgt.

Gibt es mehrere Seiten, wie in diesem Fall, werden die Seiten SEITE1, SEITE2 und SEITE3 hintereinander abgearbeitet und er benutzt jeweils die Masterseiten, die dem gewählten Inhaltsbereich einer Masterseite zugewiesen wurden, sofern nicht ein Teilformular in einer Seite die Platzierung auf einem anderen Inhaltsbereich/Masterseite vornimmt. In diesem Fall sollte man den Sprung im Namen des Teilformulars kennzeichnen, um die Seitensteuerung nachvollziehbar zu machen, wie z. B. hier, wo das Teilformular "EoGS1_MAIN_N" auf den Inhaltsbereich "MAIN_N" (und Masterseite "Seite_n") hinweist.

Mit der Platzierung von (Inhalts-)Seiten und Teilformularen und dem Überlauf von (Inhalts-)Seiten und Teilformularen bei durchdachter Hierarchisierung von Teilformularen kann sehr fein gesteuert werden, auf welcher Masterseite Inhalte ausgegeben werden. Dies ist insbesondere auch für die gezielte Ansteuerung von Druckausgabeschächten (über die Papierart der Masterseite) notwendig.

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Paginierung7.JPG

Inhaltsseite in "Position" oder "Textfluss"

Sehr häufig wird ein Formular nicht lediglich auf einer Ausgabeseite ausgegeben, sondern kann auf zwei oder mehr Ausgabeseiten erfolgen. Damit die Daten nicht lediglich auf einer Ausgabeseite dargestellt werden, darf die Seite nicht im Inhalt "Position" sein, sondern im "Textfluss". Zudem muss "Seitenumbrüche im Inhalt zulassen" aktiviert sein.

Beim "Textfluss" ist in aller Regel die Einstellung "Von oben nach unten" bei der Fließrichtung sinnvoll. Dadurch werden die Teilformulare/Objekte im Inhaltsbereich von oben nach unten ausgebeben. Sollen die Objekte dann in einem (Unter-)Teilformular "von links nach rechts" gereiht werden, kann das im entsprechenden Teilformular eingestellt werden.

Masterseiten4.jpg

Wenn im Inhalt "Position" eingestellt ist und eine Tabelle im Inhalt ausgegeben werden soll, die eine DIN-A4-Seite überschreiten würde, schreibt der Adobe LiveCycle Designer den Inhalt bis hinein in den Fußbereich der Seite und beendet danach die Ausgabe.

Masterseiten5.jpg

Es ist unschön, dass "Textfluss" nicht bereits Voreinstellung ist oder in diesen Fällen eine Warnung kommt. Es kann Zeit und Nerven kosten diesen Fehler zu finden, wenn bei der Formularausgabe teilweise oder komplett kein Seitenumbruch erfolgt.

"Position" sollte nur dann gewählt werden, wenn jedes Objekt im Inhaltsbereich eine genau definierte X-/Y-Koordinatenposition hat.

Begriffsverwirrung Masterseite, Inhaltsbereich, MAIN, (Inhalts-)Seite, Ausgabeseite

Der Adobe LiveCycle Designer macht es dem SAP-Entwickler nicht leicht die Objektzusammenhänge zu verstehen und zu kommunizieren. Viele Begriffe sind einander sehr ähnlich. Umso wichtiger ist es hier präzise zu sein.

  • Masterseite = Oberste Strukturierungsebene des Formulars. Darstellung der auf jeder Ausgabeseite wiederholenden Kopf-/Fußinformationen des Formulars und Platzierung/Größe des Inhaltsbereichs
  • Inhaltsbereich entspricht dem MAIN bei SAPscript und Smart Forms. Darstellungscontainer für statische oder dynamische Inhalte vom Formular
  • (Inhalts-)Seite = Inhalte, die einem Inhaltsbereich einer Masterseite zugeordnet werden
  • Ausgabeseite = Physikalische Ausgabeseite beim Druck

Schusterjunge und co.

Literatur

  • SAP Interactive Forms by Adobe, von Jürgen Hauser, Andreas Deutesfeld, Stephan Rehmann, Thomas Szücs und Philipp Thun, 2. Auflage, S. 184, 211, 304, 314, 370, 316