IS-U Druck-Workbench (Transaktion EFRM)

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Die Druck-Workbench ist nur in der Branchenlösung IS-U (Industry Solution for Utilities (Energieversorger)) verbreitet. Grundsätzlich ist die Druck-Workbench auch außerhalb von IS-U verfügbar, aber nur in der Branchenlösung IS-U hat sie sich durchgesetzt.

Die Druck-Workbench ist eine zusätzliche Schicht, die die Datenversorgung kapselt und Datenleseroutinen vorgibt. Aber auch die Möglichkeit bietet auf jeder Ebene der Datenleseroutinen durch eigene Verarbeitungsroutinen/User-Exits anzureichern.

In der Druck-Workbench ist die zentrale Transaktion EFRM.

Als Frontend-Tools für die Formulare sind weiterhin dann SAPscript, Smart Forms und/oder Adobe Forms notwendig. Die Druck-Workbench ersetzt diese Formular-Frontend-Tools nicht.

Formularklasse

  • Die Datenversorgung eines Anwendungsformulars wird aus einer sogenannten "Formularklasse" abgeleitet werden. Eine "Formularklasse" ist ein Objekt, was in der Transaktion EFRM erstellt, angeschaut und editiert werden kann. Es ist dabei nicht mit einer Klasse der Transaktion SE24 (Class Builder) zu verwechseln, die ggf. auch in einem Formular verwendet wird. Diese Themenverwandtschaft führt in der Projektpraxis immer wieder zur Verwirrung, über was man nun gerade spricht. Es ist schade, dass hier SAP keinen anderen Begriff für die Formularklasse verwendet hat, um diese Begriffsverwirrung in der Druck-Workbench auszuschließen.
  • Die Formularklasse kann Standard sein oder ein kundeneigenes Objekt, was z. B. von einer Standard-Formularklasse kopiert wurde.
  • In diesem Beispiel ist die Formularklasse = IS_U_CS_MOVE_IN_WELCOME_LETTER (Begrüßungsanschreiben Einzug). Aus den Einzügen kann man die Hierarchie der Datenselektion erkennen.
  • Alle Knoten der Hierarchie werden durchlaufen und können durch User-Exits ergänzt werden.

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User-Exits der Formularklasse

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  • Überall da, wo ein Knoten grün formatiert ist, wurde das Coding durch einen User-Exit erweitert.
  • Z. B. der Knoten "MOVEINDOCC" können zu 3 unterschiedlichen Zeitpunkten Coding/Form-Routinen ergänzt werden. Sie entsprechen der Nomenklatura
user_exit_<nameknoten>_ebl  (User-Exit des Knotens vor (before) dem Loop.

oder

user_exit_<nameknoten>_edl  (User-Exit des Knotens während (during) dem Loop.

oder

user_exit_<nameknoten>_ebl  (User-Exit des Knotens nach (after) dem Loop.

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Tiefe Struktur (globale Daten) der Formularklasse

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In der Hierarchiedarstellung. Hier ist z. B. auch die globale Struktur "WA_MOVEINDOCC", über die die interne Tabelle "LT_MOVEINDOCC" (bzw. "T_MOVEINDOCC" abgeloopt wird.

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Collection

  • Die "Collection" ist die Klammer um die Anwendungsformular. Häufig ist eine Collection nur einem Anwendungsformular zugeordnet. Aber eine Collection kann auch mehreren Anwendungsformularen zugeordnet sein. Aber ein Anwendungsformular hat immer genau eine zugeordnete Collection.

Hierarchie in Transaktion EFRM

  • Hier heißt das Anwendungsformular "../AIF_BEGR_FUSS".
  • Das Anwendungsformular beruht auf der Formularklasse "IS_U_CS_MOVE_IN_WELCOME_LETTER".

Tabelle EFRM

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