SAP-Codingvorlagen im Editor

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Um die Codingvorlagen im Editor aufzurufen, z. B. in der Transaktion SE80 oder in SE38, klickt man auf das Symbol Neuer Editor2.jpg unten rechts im Editorfenster und dann auf "Code-Vorlagen".

Sehr praktisch ist es im SAP-Editor (SE80/SE38/SE37/SE24/...) eigene Vorlagen anzulegen, z. B. Klassenvorlagen oder einen Shortcut für

break <benutzername>.

Code-Vorlage anlegen am Beispiel

  • Auf den Punkt "Code-Vorlagen" Neuer Editor2.jpg klicken

Codevorlagen12.jpg


  • Schaltfläche "Hinzufügen"

Codevorlagen13.jpg


  • Name und Beschreibung pflegen, hier "be-" und "break eberstein".

Codevorlagen14.jpg


  • Der Code wird gepflegt, hier "break eberstein." und mit der Schaltfläche "Sichern" wird die SAP-Vorlage gespeichert.

Codevorlagen15.jpg


  • Mit "be-" erscheint dann im ABAP-Code ein Popup, wo man die Codingvorlage einfügen kann.

Codevorlagen16.jpg


  • Die Tabulator-Taste fügt die SAP-Codingvorlage ein.

Codevorlagen17.jpg

Optionen

Cursorposition

  • Mit dem "|", bzw. mit dem Tag "Cursorposition" wird die Cursorposition nach dem Einfügen des Codings festgelegt.
  • Dies ist eine sehr praktische Funktion, da häufig nach dem Einfügen klar ist an welcher Cursorposition weitergeschrieben wird und man so jeweils ein paar Sekunden spart

Datum/Uhrzeit

  • Es können hier auch Platzhalter/Variablen eingefügt werden mit der Schaltfläche "Tag einfügen". Ein Platzhalter beginnt immer mit dem "%"-Symbol. So kann z. B. ein Zeilenkommentar mit Änderungsdatum-/Uhrzeit gesetzt werden.

CodeVorlagen5.jpg

  • Das resultierende Coding ist "REB %DateTime%. Dadurch werden automatisch das Tagesdatum und die aktuelle Uhrzeit ergänzt.
"REB 21.01.2012 17:39:45
  • Es wird leider immer die Uhrzeit auch eingefügt. Intuitiv würde man erwarten, dass %Date% lediglich das Datum einfügt. Aber dies wird als normale Variable interpretiert, wo dann ein Popup zur Auswahl erscheint. Als Bearbeitungskommentar ist eine Uhrzeit in aller Regel überflüssig. Aber man kann es dann hinterher manuell löschen.
  • Wenn ein eigener Platzhalter definiert wird, kommt beim Einfügen des Codings ein Popup, was den entsprechenden Wert abfragt, der dann in die Ausgabe eingefügt wird.

Zwischenablage

Mit %Clipboard% oder dem Tag Zwischenabläge lässt sich eine Stelle im Baustein definieren, wo die Zwischenablage eingefügt wird.

*----------------------------------------------------------------------*
*       CLASS %Clipboard% DEFINITION
*----------------------------------------------------------------------*
*
*----------------------------------------------------------------------*
CLASS %Clipboard% DEFINITION.
  PUBLIC SECTION. 

  PRIVATE SECTION.

ENDCLASS.                    "%Clipboard%  DEFINITION

*----------------------------------------------------------------------*
*       CLASS %Clipboard%  IMPLEMENTATION
*----------------------------------------------------------------------*
*
*----------------------------------------------------------------------*
CLASS %Clipboard%  IMPLEMENTATION.

ENDCLASS.

Zu umgebender Text

Nicht ganz intuitiv ist die Verwendung von "Zu umgebender Text".

Codevorlagen8.jpg


Hier muss der zu umgebende Text geschrieben und markiert werden und dann mit dem Kontextmenü die Vorlage ausgewählt werden.

Codevorlagen10.jpg


Nun wurde der String "Textcoding" umschlossen durch das neue Coding der Vorlage.

Codevorlagen11.jpg

Dokumentenname

Der Dokumentenname fügt den Programmnamen ein. man könnte diese Variable z. B. im Kommentarkopf eines Reports sinnvoll nutzen.

%Document%

Interaktiv (Variablen)

Es lassen such auch rudimentär Variablen nutzen in den SAP-Vorlagen. Dazu wird der Name der Variablen mit "%" umschlossen, also z. B.

%Klassenname%

Es wird nun diese Vorlage erstellt

*----------------------------------------------------------------------*
*       CLASS %Klassenname% DEFINITION
*----------------------------------------------------------------------*
*
*----------------------------------------------------------------------*
CLASS %Klassenname% DEFINITION.
  PUBLIC SECTION. 

  PRIVATE SECTION.

ENDCLASS.                    "%Klassenname%  DEFINITION

*----------------------------------------------------------------------*
*       CLASS %Klassenname%  IMPLEMENTATION
*----------------------------------------------------------------------*
*
*----------------------------------------------------------------------*
CLASS %Klassenname%  IMPLEMENTATION.

ENDCLASS.

Es erscheint dann ein Popup, was den Variableninhalt abfragt.

Codevorlagen6.jpg

Das Coding wird hinzugefügt.

Codevorlagen7.jpg

Werden in der Codevorlage verschiedene Variablen genutzt, erscheint für jeweils eine Variable ein Popup.

Anwendungsbeispiele

  • Try - Endtry
  • Case - Endcase
  • Method - Endmethod
  • Form - Endform
  • Class - Endclass
  • "<tagesdatum/uhrzeit> <namenskürzel>
  • break <benutzername>
  • break-point id <checkpoint-gruppe>
  • u. a.

Muster Tabelle TSE05 anpassen

  • Eine sehr interessante Idee ist es die Tabelle anzupassen, aus der z. B. bei der Anlage eines neuen Reports die Codingvorlage resultiert, die SAP als Defaultcoding einfügt.
  • Die Inhalte dieser Tabelle gelten jedoch benutzerübergreifend und Änderungen in dieser Tabelle sind daher mit Bedacht vorzunehmen. Aber es würde durchaus Sinn machen hier einen Kopfkommentar zu entwerfen, der bei der Generierung von z. B. neuen Reporten im Defaultcoding enthalten ist und dadurch von allen SAP-Entwicklern benutzt wird.
  • Im Tricktresor ist das Vorgehen der Anpassung dieser Tabelle beschrieben.

Web-Links