Transaktion FILE

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In der Transaktion FILE werden logische Dateinamen angegeben und der zugehörige physische Dateiname/Pfad. Hier können auch Parameter definiert werden. Im Rahmenprogramm wird der Funktionsbaustein FILE_GET_NAME mit dem logischen Dateinamen und ggf. Parametern versorgt und gibt den physischen Dateiname zurück.

Transaktion FILE aufrufen

Hier auf "Definition logische Dateinamen mandantenunabhängig" klicken und einen logischen Dateinamen auswählen oder anlegen. In diesem Fall gibt es den logischen Dateinamen ZREB_FILE_CW bereits.

Transaktion FILE1.jpg

Pflege des Logischen Dateinamens

Mit einem Doppelklick auf den Namen kommt man in die Pflegemaske des logischen Dateinamens ZREB_FILE_CW. Hier wird ein Parameter in das Feld "phys. Datei" eingetragen. Von Rahmenprogramm können drei Variablen mit mit den Parametern <PARAM_1>, <PARAM_2> und <PARAM_3> übergeben werden. Es gibt jedoch auch eine Reihe von Reservierte Wörter, wo Systemvariablen übergeben werden können.

Transaktion FILE2.jpg

Aufruf im Rahmenprogramm mit Funktionsbausteirn FILE_GET_NAME

Im Rahmenprogramm wird dann der Logische Dateiname ZREB_FILE_CW übergeben und in diesem Fall zusätzlich mit einem Parameter LS_ITAB-BESCHREIBUNG. Es kommt der Importparameter G_FILENAME zurück.

DATA: g_filename TYPE string.

CALL FUNCTION 'FILE_GET_NAME'
  EXPORTING
    logical_filename = 'ZREB_FILE_CW'
    parameter_1      = ls_itab-beschreibung
  IMPORTING
    file_name        = g_filename.

Reservierte Wörte als Variablen zu nutzen

siehe SAP-Hilfe: Definition Logischer Dateinamen

  • <OPSYS> Betriebssystem laut Anforderung
  • <INSTANCE> Instanz der R/3-Anwendung
  • <SYSID> Name der R/3-Anwendung laut SY-SYSID
  • <DBSYS> Datenbanksystem laut SY-DBSYS
  • <SAPRL> R/3-Release laut SY-SAPRL
  • <HOST> Rechnername laut SY-HOST
  • <CLIENT> Mandant laut SY-MANDT
  • <LANGUAGE> Anmeldesprache laut SY-LANGU
  • <DATE> Datum laut SY-DATUM
  • <YEAR> Jahr laut SY-DATUM, vierstellig
  • <SYEAR> Jahr laut SY-DATUM, zweistellig
  • <MONTH> Monat laut SY-DATUM
  • <DAY> Tag laut SY-DATUM
  • <WEEKDAY> Wochentag laut SY-FDAYW
  • <STIME> Stunde und Minute laut SY-UZEIT
  • <HOUR> Stunde laut SY-UZEIT
  • <MINUTE> Minute laut SY-UZEIT
  • <SECOND> Sekunde laut SY-UZEIT
  • <PARAM_1> externer Parameter 1
  • <PARAM_2> externer Parameter 2
  • <PARAM_3> externer Parameter 3
  • <P=name> Name eines Profilparameters (siehe Report RSPARAM für gültige Werte)
  • <V=name> Name einer Variablen (hinterlegt in Variablentabelle)
  • <F=name> Rückgabewert eines Funktionsbausteins; Namenskonvention für diesen Funktionsbaustein; FILENAME_EXIT_name
  • <Y=name> Rückgabewert eines Funktionsbausteins; Namenskonvention für diesen Funktionsbaustein; Y_FILENAME_EXIT_name
  • <Z=name> Rückgabewert eines Funktionsbausteins; Namenskonvention für diesen Funktionsbaustein: Z_FILENAME_EXIT_name

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Erfahrungen mit der Transaktion FILE

  • Die Transaktion FILE ist eine sehr alte Transaktion von SAP und hat wie viele alte SAP-Transaktionen eine sehr eigenwillige Benutzerführung, die wenig intuitiv und stark gewöhnungsbedürftig ist.
  • In der Praxis braucht es meist recht lang, um den logischen Pfad, den physischen Pfad und die zu ersetzenden Variablen in der Transaktion FILE korrekt zu pflegen. Die wenigsten SAP-Entwickler arbeiten regelmäßig mit der Transaktion FILE und sind daher dessen Bedienung nicht gewöhnt.
  • In einem Projekt kann es vorgeschrieben sein die Transaktion FILE zu nutzen, um eine zentrale Ablage und Transparenz von physischen Speicherpfaden zu haben oder die Transaktion FILE wird für die Kommunikation zwischen SAP-Entwicklern und Basisbetreuern genutzt nicht. Sofern allerdings beides nicht der Fall ist, hat der SAP-Entwickler gewöhnlich wesentlich schneller im Coding eine entsprechende Routine entwickelt, die zudem für SAP-Entwickler auch einfacher zu verstehen ist.
  • In aller Regel sollte man daher auf die Nutzung der Transaktion FILE verzichten und die entsprechende Ermittlung des physischen Pfades selber codieren. Wenn die Transaktion allerdings genutzt wird, sollten alle SAP-Entwickler diese Transaktion FILE und den Funktionsbaustein FILE_GET_NAME nutzen, um eine Transparenz der Nutzung von physischen Speicherpfaden zu haben. Mit einem Verwendungsnachweis auf den Funktionsbaustein FILE_GET_NAME können die Codingstellen dessen Nutzung auch ermittelt werden.

Web-Links

SAP-Hilfe zur Transaktion FILE