Nachrichtensteuerung

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Customizingtransaktion NACE und Datenbanktabelle TNAPR

In der Transaktion NACE sind alle Applikationen mit ihren Einstellungen zur Nachrichtenfindung zusammengefasst.

Für Lieferungen wird die Applikation V2 ausgewählt.

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Nachrichtenarten Konditionsschlüssel

Nachrichtenarten Verarbeitungssteuerung

Mit dem Button NACE2.jpg kommt man in die Steuerung der Nachrichtenarten.

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Hier markiert man eine Nachrichtenart und über "Verarbeitungsroutine" öffnet sich ein Fenster, wo man für ein Medium (z. B. Druckausgabe) ein Druckprogramm und eine ENTRY-Routine angibt. Hier pflegt man auch den Formularnamen und den Typ des Formulars. Bei Adobe Form-Formularen ist der Formularname in das Feld "PDF/SmartForm Formular" einzugeben und die Art auf "PDF" zu stellen.

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Tabellen

Tabelle TNAPR

Die Einstellungen sind in der Datenbanktabelle TNAPR gespeichert.

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Tabelle TNAPR ALV-Report

Tabelle NAST Data-Dictionary

Datenbanktabelle NAST (Nachrichtenstatus)

Tabelle NAST ALV-Report

Beispiel Lieferbeleg

Sie können die Nachricht nicht direkt aus einem Bearbeitungsbild zum Lieferbeleg ausgeben. Damit ist sichergestellt, dass alle Eingaben zuvor auch an die Datenbank übergeben worden sind (denn von dort werden die Daten für das Formular gelesen). Starten Sie statt dessen die Ausgabe im Eröffnungsbild zum Lieferbeleg (VL02N) über den Menüpfad Lieferung - Liefernachricht ausgeben. Es folgt eine Liste aller Nachrichten, die zuvor im Beleg auf Ampelfarbe Gelb standen. Wählen Sie Ihre neue Nachricht und dann das Symbol für Druckvorschau. Ggf. folgt eine Abfrage zum Ausgabegerät; dann aber endlich die gesuchte Formularausgabe. Auch aus diesem Fenster heraus können Sie die Ausgabe zum echten Druck an den Spooler weiterleiten.

Hinweis: Sie können eine Nachricht beliebig oft in die Druckvorschau holen. Bei einer echten Druckausgabe allerdings ändert sich auf jeden Fall der Status der Nachricht je nach Erfolg entweder auf Rot oder auf Grün. Diese Nachricht kann dann nicht mehr ausgegeben werden. Rufen Sie ggf. das Nachrichtenbearbeitungsbild erneut auf und tragen Sie die Nachrichtenart nochmals ein (oder duplizieren Sie per Taste Wiederholen den bisherigen Nachrichteneintrag).

Ablauf der Nachrichtenverarbeitung

Wir haben soeben erfolgreich eine Nachrichtenart angelegt, auf dieser Basis eine passende Nachricht in der Lieferung erzeugt und diese dann auch ausgegeben. Im Folgenden werden wir erläutern, wie diese Abläufe im SAP-System gesteuert sind. Diese Informationen sind vor allem dann wichtig, wenn Sie ein eigenes Programm in die Nachrichtenverarbeitung einbinden wollen.

Alle zum Beleg angelegten Nachrichten werden einheitlich mit den jeweils aktuellen Einstellungen (wie Drucker, Partner etc.) in der Datenbanktabelle NAST gespeichert (Nachrichten-Statussatz). Sie ist zentraler Ausgangspunkt für die weitere Verarbeitung: Von dort erhält z. B. auch das Rahmenprogramm zur Lieferung seine Eingangsinformationen.

In das Feld NAST-VSZTP wird bei der Anlage einer neuen Nachricht der Versandzeitpunkt aus der Nachrichtenart übernommen: Er bestimmt, wann das System die spezielle Nachricht ausführen soll (beim Speichern des Belegs, zu einem bestimmten Zeitpunkt etc.). Beim Produktivbetrieb wird NAST normalerweise über einen Report (z.B. RSNASToo) ausgewertet, der alle zur Ausgabe anstehenden Nachrichten selektiert, um Sie dann über passende Ausgaberoutinen (Programm und Formular) z.B. an das Spoolsystem zu übergeben. Für unsere neuen Nachrichtenart haben wir als Ausgabezeitpunkt Anwendungsspezifische Transaktion gewählt: Die so angelegten Nachrichten werden vom Report ignoriert und müssen statt dessen manuell angestoßen werden. Über den Eintrag in NAST kennt das System die Nachrichtenart und kann damit auch die zugehörige Verarbeitungsroutine ermitteln (aus der Datenbanktabelle TNAPR). Die aktuellen Einträge beider Tabellen stehen auch dem Rahmenprogramm der Formularausgabe als globale Parameter zur Verfügung. Auf diese Weise kennt das Programm sowohl die passenden Ausgabeparameter (wie z.B. den Druckernamen), als auch das relevante Formular.

Mit SAPscript, Smart Forms oder Adobe Forms erstellte Formulare können in allen gängigen Applikationen des SAP-Systems eingesetzt werden, in denen eine formularorientierte Ausgabe erforderlich ist. Für eine Reihe von Applikationen werden von SAP bereits Musterformulare mit entsprechenden Rahmenprogrammen zur Verfügung gestellt (z.B. in HR, Fl, SD, CRM, EBP).

Der Anstoß zur Ausgabe der Formulare erfolgt seitens der Applikation über die jeweilige Nachrichtensteuerung. Dort müssen die Formulare samt Rahmenprogrammen eingebunden sein. Das aber ist selbst bei den SAPeigenen Musterformularen zu nicht immer der Fall. Entsprechend ergeben sich für die Einbindung Ihrer Formulare die folgenden Schritte:

  1. Erstellung einer Arbeitskopie vom Muster
  2. Überarbeitung in der Formulartransaktion (SE71, SMARTFORMS oder SFP)
  3. Einbindung des neuen Formulars in die jeweilige Nachrichtenfindung.

Nachrichtenfindung über Konditionstechnik

Eine Vielzahl Applikationen im Bereich der Logistik verwendet heute als Basis der Nachrichtenfindung die Konditionstechnik: Ein Verfahren, das sich schon in vielen anderen Anwendungsbereichen des SAP-Systems bewährt hat (z.B. bei der Preisfindung in SD oder MM, bei der Textfindung, bei Umlagen in CO).

Verwendet wird die Nachrichtenfindung über Konditionstechnik u.a. in der Materialwirtschaft (Beschaffung) und im Vertrieb, wo besonders viele Formularausgaben erfolgen (Lieferung, Faktura etc.).

Mit der Erstellung eines Belegs (z. B. eines Lieferbelegs) ermittelt die Nachrichtenfindung automatisch Vorschläge zu denjenigen Nachrichten, die zu diesem Beleg erzeugt werden sollen. Das könnte z. B. ein Ausdruck auf Papier sein oder der Versand eines Fax-Formulars, die Übersendung einer E-Mail an den Kunden oder einen hausinternen Sachbearbeiter usw. Über die Nachrichtenfindung per Konditionstechnik kann eine solche individuelle Zusammenstellung der Nachrichten automatisch erfolgen.

Dies sind die wichtigsten Komponenten hierzu:

  • Jedem Beleg wird automatisch ein Nachrichtenschema zugeordnet, in dem alle Nachrichtenarten enthalten sind, die zum Beleg

ausgebbar sein sollen.

  • Jede Nachrichtenart enthält die Informationen zum verwendeten Formular und Rahmenprogramm, aber auch Angaben dazu, wie und wann

eine Nachricht ausgegeben werden soll (z.B. sofort bei Speichern des Belegs oder im Nachtversand).

  • Je Nachrichtenart können Konditionssätze angelegt sein, die z.B. ein passendes Ausgabegerät enthalten (Fax, Drucker etc.). Diese

Konditionssätze hängen von vielfältigen Merkmalen ab: Im Fall einer Lieferung ist sicher die Versandstelle ein sinnvolles Merkmal, damit der Lieferschein ggf. am zugehörigen Packplatz direkt ins Paket gelegt werden kann.

  • Unter Umständen können auch mehrere Konditionssätze je Nachrichtenart hinterlegt werden (wenn z.B. bei einzelnen Kunden ein

abweichendes Vorgehen gewünscht ist). Dann sorgt eine Zugriffsfolge dafür, dass immer nur der Konditionssatz mit der höchsten Priorität gezogen wird. Die Zugriffsfolge ist direkt der Nachrichtenart zugeordnet.

Als Applikation wird die Lieferung gewählt. Die beiden folgenden grundlegenden Schritte sind mindestens erforderlich:

  • Pflege einer Nachrichtenart mit den Angaben zum Formular
  • Einbinden der Nachrichtenart in das passende Nachrichtenschema, falls die Nachrichtenart vorher nicht existierte

Diese Einstellungen erfolgen im Customizing. Weitere Einstellungen sind nötig, wenn die erzeugten Nachrichten später automatisch ausgegeben werden sollen (z.B. Konditionssätze mit passenden Ausgabegeräten).

Sammelverarbeitung Nachrichten (Paket VN)

Web-Links